Häufige Fragen
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Die Muttergesellschaft des Boehringer Ingelheim-Unternehmensverbandes ist C. H. Boehringer Sohn. Die Boehringer Ingelheim GmbH, bei der es sich um eine Tochter von C.H. Boehringer Sohn handelt, ist die zentrale Holdinggesellschaft für administrative Zwecke - das zentrale Organ des Unternehmens, das weltweit die Boehringer Ingelheim-Gesellschaften führt und lenkt und allen Gesellschaften des Unternehmensverbandes zentrale Dienstleistungen zur Verfügung stellt. Was ist die Aufgabe der Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH ?
Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH ist eine Tochtergesellschaft des Unternehmensverbandes Boehringer Ingelheim und zählt zu den 20 grössten weltweit forschenden pharmazeutischen Firmen. Zu unseren Tätigkeitsgebieten in der Schweiz gehören Marketing und Vertrieb von verschreibungspflichtigen Medikamenten und Selbstmedikation sowie Tiergesundheit.
Sind die Tochtergesellschaften unabhängig ?
Der Boehringer Ingelheim-Unternehmensverband besteht aus 142
verbundenen Unternehmen innerhalb und ausserhalb Deutschlands. 109 daovn
sind Unternehmen, an denen C. H. Boehringer Sohn oder andere Teilhaber
die Mehrheit der Anteile mit Stimmrecht halten, entweder direkt oder
indirekt. Unabhängig vom Grad der finanziellen Beteiligung verwalten
sich die Boehringer Ingelheim-Tochtergesellschaften selbst und sind
geschäftlich weitgehend selbstständig.
Gibt es noch ein anderes Pharmaunternehmen, das sich Boehringer nennt ?
Bis 1998 gab es ein Pharma-Unternehmen mit dem Namen Boehringer Mannheim, das 1997 von dem Schweizer
Unternehmen Roche übernommen wurde. Es hatte tatsächlich denselben Ursprung wie Boehringer Ingelheim. Christian Friedrich Boehringer war Mitbegründer einer 1817 errichteten
Drogenhandlung sowie eines chemischen Labors in Stuttgart, das sein Sohn Christoph Heinrich 1872 nach Mannheim verlegte. Als C.H. Boehringer 1882 starb,
erbte sein ältester Sohn Ernst das Unternehmen in Mannheim, das sich C.F. Boehringer & Söhne nannte. Christoph Heinrichs jüngerer Sohn, Albert Boehringer, baute 1885 seine eigene chemische Fabrik in Ingelheim auf, in der Weinsäuresalze hergestellt wurden. Zum
Andenken an seinen Vater hat er das Unternehmen 1892 in "C.H. Boehringer Sohn" umbenannt. 1892 starb Ernst Boehringer und hinterließ das C.F. Boehringer Unternehmen seinem Partner Dr. Friedrich Engelhorn. Somit gab es zwei pharmazeutische
Unternehmen mit ähnlichen Namen - das eine befand sich im Besitz der Familie Boehringer, das andere nicht mehr. Diese Situation dauerte bis Anfang der 60er Jahre an, als die beiden Unternehmen beschlossen, sich in Boehringer Ingelheim und Boehringer Mannheim umzubenennen,
um eine Unterscheidung zu ermöglichen.
Wie wurde das Unternehmen gegründet ?
Boehringer Ingelheim verfolgt seine Geschichte
direkt bis 1885 zurück, als Albert Boehringer (1861-1939) seine chemische Fabrik zur Produktion von Weinsäuresalzen in Ingelheim aufbaute.
Wie viele Mitarbeiter hat Boehringer Ingelheim ?
Im weltweiten Boehringer Ingelheim-Unternehmensverband waren 2009 im Jahresdurchschnitt
41.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Diese verteilten sich auf folgende Regionen:
Europa: 51 % / Amerika 33 % / Asien, Australien, Afrika: 16 %
Wie sieht die Politik hinsichtlich Genforschung- und modifizierung aus ?
Der Boehringer Ingelheim-Unternehmensverband unterstützt die Genforschung, da alle Wege, die zu einer besseren Gesundheit von Mensch und Tier führen, es verdienen, erforscht zu werden. Hier handelt es sich
um ein Gebiet mit unzähligen Möglichkeiten. Im Verlauf der vergangenen Jahre wurden gewaltige Fortschritte in der Genomerforschung gemacht. Hier bietet sich die Gelegenheit, völlig neue Ziele für innovative Therapien zu verfolgen. Das
Potenzial ist zu gross, um es zu ignorieren. Wir wissen jedoch auch um die Furcht vor den möglichen Langzeit-Konsequenzen der
Genmodifizierung sowie des "Klonens" und üben auf diesen Gebieten äusserste Vorsicht. Unsere grundlegende Philosophie besteht darin, dass ohne vorherigen
Sicherheitsnachweis nichts Unwiderrufliches getan werden darf.
Was sind die Schwerpunktaktivitäten in der Forschung ?
Boehringer Ingelheim betreibt weltweite Forschung an vier nach
Therapiegebieten ausgerichteten Kompetenzzentren und zwei spezialisierten Standorten.
F&E Kompetenzzentren
Biberach, Deutschland: Atemwege, Metabolismus, Zentrales Nervensystem
Wien, Oesterreich: Onkologie
Ridgefield, USA: Immunologie/Entzündungen, Herz- Kreislauf
Laval, Kanada: Virologie
Spezialisierte F&E Standorte
Mailand, Italien: Chemische Synthese
Kawanishi, Japan: Molekularbiologie
Was sind Biopharmazeutika ?
Ein Biopharmazeutikum ist ein Arzneimittel, das mit Hilfe eines biologischen Systems hergestellt wird. Aufgrund moderner Technologien in den Biowissenschaften nehmen die Biopharmazeutika unter den
innovativen Arzneimitteln einen immer grösseren Platz ein.Boehringer Ingelheim bietet an den Standorten in Biberach (Deutschland) und Wien (Österreich) die gesamte biopharmazeutische Prozesskette an - von der
genetischen Entwicklung der Zelle bis zum marktfähigen Arzneimittel im wirtschaftlichen Massstab. Biberach an der Riss gilt als international anerkannte Top-Adresse für biotechnisch hergestellte Pharmazeutika. Dort ist das Know-how vorhanden, um aus
einem weniger als 100 Milliliter umfassenden Basisansatz eine Fermenter-Produktion von 12.500 Litern zu realisieren. Diese Kapazitäten von der Forschung und Entwicklung bis zur Fertigung werden - weltweit bislang
einzigartig - auch Dritten zur Verfügung gestellt. Die Auftragsproduktion von Biopharmazeutika brachte
2009 Gesamterlöse in Höhe von Euro 553 Mio. Boehringer Ingelheim verdoppelte in Biberach die biopharmazeutische
Herstellungskapazität. Dazu entstand ein neuer Wirkstoffbetrieb, der mehr als Euro 255 Mio. kostete, über 400 Arbeitsplätze geschaffen hat und im
September 2003 eingeweiht wurde. Der Standort steigt damit in das obere Drittel der "Weltrangliste" auf - bereits das gegenwärtige "Biotechnikum" gilt als
europaweit führender Betrieb für aus Zellkulturen hergestellte Arzneimittel. 2005 baute Boehringer Ingelheim seine Position als Komplettanbieter mit einer neuen
biopharmazeutischen Produktionsanlage in Wien weiter aus. Durch die Verdopplung der Herstellkapazitäten können in Wien, wo auch die onkologische Forschung von
Boehringer Ingelheim konzentriert ist, zwei Fermenter mit einem Fassungsvermögen von je 6.000 Litern für die biopharmazeutische Produktion genutzt werden. Mit
der Investition von Euro 80 Mio. - die grösste Einzelinvestition, die das Unternehmen am Standort Wien getätigt hat, wurden 200 neue, hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.
Was bedeutet 'Value through Innovation' ?
"Value through Innovation", Werte schaffen durch Innovation, ist die zentrale Komponente der Unternehmensvision von Boehringer Ingelheim. Sie definiert die außerordentliche Position des
Unternehmens in der Welt der Gesundheit. Dies bedeutet, dass wir analysieren und verstehen, welchen Wert unsere Produkte und Dienstleistungen für unsere Kunden haben. Wir sind stets bestrebt, diesen Wert durch Erforschung neuer und besserer
Wege zu erhöhen, um den Bedürfnissen des Kunden auch weiterhin gerecht zu werden.
