13/10 Boehringer Ingelheims onkologische Leitsubstanz BIBW 2992 zeigt Potenzial als Therapie der nächsten Generation bei nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom und Kopf-Hals-Karzinomen
21 Mai 2010
Weitere neuen Daten zu BIBW 2992* weisen auf eine mindestens vergleichbare Wirksamkeit mit Cetuximab bei Kopf-Hals-Karzinomen hin und bestätigen erneut die antitumorale Aktivität beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom mit EGFR-Mutationen
Boehringer Ingelheim wird viel versprechende neue Daten zu seinem in der Entwicklung am weitesten fortgeschrittenen onkologischen Wirkstoff BIBW 2992 auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in Chicago, vom 4. bis 8. Juni 2010, präsentieren. Die neuen Daten belegten eine Tumorverkleinerung bei 22 Prozent der Patienten mit Kopf-Hals-Karzinomen durch BIBW 2992 (gemessen als partielles Ansprechen) gegenüber 13 Prozent der mit Cetuximab behandelten Patienten1.
BIBW 2992 ist ein "Small molecule" der neuen Generation, dessen neuer Wirkmechanismus - im Gegensatz zu anderen verfügbaren Therapien dieser Wirkstoffklasse - auf einer irreversiblen Hemmung der Rezeptor-Tyrosinkinasen EGFR/HER1 (Epidermal Growth Factor Receptor) und HER2 (Human Epidermal Receptor 2) beruht2.
"Die Ergebnisse zu BIBW 2992 sind für Patienten mit diagnostiziertem Kopf-Hals-Karzinom möglicherweise von großer Bedeutung, da die Daten belegen, dass dieser neuartige, irreversible EGFR/HER-2-Inhibitor mindestens so wirksam wie Cetuximab zu sein scheint und ein vergleichbares Sicherheitsprofil aufweist", erklärte der Hauptstudienleiter Tanguy Y. Seiwert, MD, University of Chicago Medical Center. "Rezidivierende Kopf-Hals-Karzinome haben eine sehr schlechte Prognose und es ist tatsächlich das erste Mal, dass ein oraler Wirkstoff mit gezielter Wirkung auf den EGF-Rezeptor diesen Aktivitätsgrad bei Kopf-Hals-Karzinomen gezeigt hat. In diesem fortgeschrittenen Stadium sind die Therapieoptionen sehr begrenzt und BIBW 2992 könnte möglicherweise eine dringend benötigte Behandlungsalternative sein."
Des Weiteren untermauern neue, beim ASCO 2010 vorgestellte Daten zu BIBW 2992 seine signifikante antitumorale Aktivität bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC) und EGFR-Mutationen. Die Daten aus der Studie
- Bei der Mehrzahl der Patienten (61 Prozent) mit häufigen EGFR-Mutationen (Deletion 19 und L858R-Mutationen) kam es unter Behandlung mit BIBW 2992 zu einer signifikanten Tumorverkleinerung (gemessen als partielles Ansprechen); dies wurde durch eine unabhängige Überprüfung beurteilt.
- Mit BIBW 2992 behandelte Patienten mit häufigen Mutationen weisen einen langen Zeitraum bis zur Progression (Median circa 14 Monate) und ein langes Überleben (Median 2 Jahre) auf.
Professor James CH Yang vom National Taiwan University Hospital und Hauptstudienleiter der
Das
In zwei weiteren laufenden weltweiten klinischen Phase-
Eine weitere Studie,
Außerdem begann Boehringer Ingelheim vor kurzem eine klinische Phase-
BIBW 2992 und BIBF 1120*: die beiden Leitsubstanzen in der Onkologie-Pipeline von Boehringer Ingelheim
Neben dem Wirkstoff BIBW 2992 ist BIBF 1120 einer der am weitesten in der Entwicklung fortgeschrittenen Wirkstoffe in der Onkologie-Pipeline von Boehringer Ingelheim. BIBF 1120 befindet sich in der Phase-
BIBF 1120 ist ein neuartiger dreifacher Angiokinase-Inhibitor, der gleichzeitig die Bindung der der Wachstumsfaktoren des vaskulären Endothels (VEGF), der Fibroblasten (FGF) und des von Plättchen produzierten Wachstumsfaktors (PDGF) an die entsprechenden Rezeptoren hemmt - alle diese Faktoren sind entscheidend an der Gefäßbildung (Angiogenese) beteiligt.
Anmerkungen für die Presse
Kopf-Hals-Karzinome
Kopf-Hals-Karzinome können an über 30 verschiedenen Stellen in allen Geweben und Organen im Kopf-Hals-Bereich auftreten4 und sind die sechsthäufigsten Krebserkrankungen weltweit.5 Am häufigsten handelt es sich um Plattenepithelkarzinome,6 von denen über 90 Prozent den Wachstumsfaktor EGFR7 exprimieren, der für das Tumorwachstum entscheidend ist.8
Das Lungenkarzinom
Das Lungenkarzinom ist die häufigste Krebserkrankung weltweit und die häufigste krebsbedingte Todesursache. 2008 wurden circa 1,52 Millionen Neuerkrankungen weltweit diagnostiziert; 1,31 Millionen Betroffene verstarben an der Erkrankung.9
Boehringer Ingelheim in der Onkologie
Aufbauend auf die wissenschaftliche Erfahrung und Kompetenz von Boehringer Ingelheim in den Indikationen Atemwege und Herz-Kreislauf sowie Stoffwechselerkrankungen, Neurologie, Virologie und Immunologie hat das Unternehmen mit einem umfassenden Forschungsprogramm zur Entwicklung innovativer Medikamente gegen Krebs begonnen. Boehringer Ingelheim hat sich der Forschung und Entwicklung neuartiger Wirkstoffe zur Krebsbehandlung verschrieben, die für die Patienten einen hohen therapeutischen Nutzen und eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten. Die Grundlage dieses Engagements bilden wissenschaftliche Fortschritte in der Entwicklung einer Reihe zielgerichteter Therapien zur Behandlung von soliden Tumoren sowie hämatologischen Krebserkrankungen mit hohem therapeutischen Bedarf. Boehringer Ingelheim arbeitet bei der Forschung und Entwicklung dieser potenziellen neuen Krebstherapien eng mit internationalen Wissenschaftlern und einer Reihe von weltweit führenden Krebsforschungszentren zusammen.
Die aktuelle Forschung von Boehringer Ingelheim konzentriert sich vor allem auf Substanzen in drei Bereichen: Angiogenese-Hemmung, Signaltransduktions-Hemmung und Zellzykluskinase-Inhibitoren. BIBW 2992, ein neuartiger Vertreter der neuen Generation der Tyrosinkinase-Inhibitoren, befindet sich zurzeit in der Phase
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Boehringer Ingelheim
Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist Boehringer Ingelheim weltweit mit 142 verbundenen Unternehmen in 50 Ländern tätig und beschäftigt insgesamt mehr als 41.500 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz liegen in der Forschung, Entwicklung, Produktion sowie im Marketing neuer Produkte mit hohem therapeutischen Nutzen für die Humanmedizin sowie die Tiergesundheit.
Im Jahr 2009 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Gesamterlöse von 12,7 Mrd. Euro. 21 Prozent der Umsätze aus dem größten Segment verschreibungspflichtige Arzneimittel investierte das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente.
Mehr Information unter www.boehringer-ingelheim.de
Referenzen
1. Tanguy Y. Seiwert et al. BIBW 2992 versus cetuximab in patients with metastatic or recurrent head and neck cancer (SCCHN) after failure of platinum-containing therapy with a cross-over period for progressing patients: Preliminary results of a randomized, open-label Phase II study. Oral presentation at The American Society of Clinical Oncology (ASCO) annual meeting, Chicago. June 2010.
2. Li D et al. "BIBW2992, an irreversible EGFR/HER2 inhibitor highly effective in preclinical lung cancer models." Oncogene 2008;27:4702-4711
3. Chih-Hsin Yang et al. A Phase II study of BIBW 2992 in patients with adenocarcinoma of the lunch and activating EGFR mutations (
4. MacMillan Cancer Support. http://www.macmillan.org.uk/Cancerinformation/Cancertypes/Headneck/Aboutheadneckcancers/Headneckcancers.aspx. Last accessed 7 May 2010
5. Hunter KD et al. Profiling early head and neck cancer. Nat Rev Cancer. 2005 Feb; 5 (2): 127-35
6. Viviana P. Lutzky. Biomarkers for Cancers of the Head and Neck. Clinical Medicine: Ear, Nose and Throat 2008:1
7. Grandis, J.R. and Tweardy, D.J. Elevated levels of transforming growth factor alpha and epidermal growth factor receptor messenger RNA are early markers of carcinogenesis in head and neck cancer. Cancer Res., 1993. 53:357984.
8. Normanno N et al. The ErbB receptors and their ligands in cancer: an overview. Current Drug Targets.2005. May;6(3):243-47.
9. Cancer Research
*BIBW 2992 und BIBF 1120 befinden sich derzeit in der klinischen Erprobung. Ihre Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht vollständig erforscht.
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