Bluthochdruck
Bluthochdruck
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Bluthochdruck ist ein weit verbreitetes Phänomen in unserer Gesellschaft. Nach Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leidet etwa jeder dritte Erwachsene in der Schweiz an zu hohem Blutdruck. |
Meist wird diese Erkrankung von den
Betroffenen nicht ernst genommen, da ein hoher Blutdruck über viele Jahre
bestehen kann, ohne irgendwelche Beschwerden zu verursachen.
Jedoch kann Bluthochdruck langfristig
verschiedene Organe wie Herz, Gehirn, Gefäße oder Nieren schädigen. Diese
Schädigungen können zu ernsthaften Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall oder
Herzinfarkt führen.
Tatsache ist: Herz/Kreislauf-Erkrankungen sind noch immer
Todesursache Nr. 1 !
Mehr Informationen über unsere Präparate
finden Sie im Arzneimittel-Kompendium der Schweiz
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Der Blutdruck

Das Herz - der Motor des Lebens
Was bedeutet Blutdruck ?
Ohne ein schlagendes Herz gäbe es keinen Blutdruck. Das Herz ist unser
Motor und besticht durch eine enorme Muskelkraft: Etwa 9'000 Liter
Blut pumpt es täglich durch unsere Arterien und Venen. Dabei drückt
das Blut mit ungeheurer Kraft auf die Gefäße. Diese Kraft nennt man
Blutdruck.
Zunächst zieht sich das Herz zusammen, um Blut in die Arterien zu
pumpen. Dabei drückt das Blut so stark gegen die Innenwand der
Arterien, dass sie sich ausdehnen. Den dabei entstehenden Druck nennt
man systolischen Blutdruck.
Dann folgt eine kurze Ruhepause: Das Herz entspannt, der Druck
verringert sich und die Blutgefäße erreichen ihre ursprüngliche Größe.
Trotz Entspannung herrscht aber ein Druck in den Gefäßen: Diesen nennt
man diastolischen Blutdruck.
Der Blutdruck unterliegt natürlichen Schwankungen. Er kann sich im
Verlauf des Tages oder auch von einem Tag zum nächsten ändern. Häufig
hängt er von unserer körperlichen Aktivität und Stimmung ab. So steigt
er in anstrengenden Situationen oder sinkt, wenn wir uns wohl fühlen
und entspannt sind.
Bluthochdruck wird von Ärzten auch Hypertonie genannt. "Hyper" kommt aus dem Griechischen und bedeutet "zu viel", "tonie" ist vom lateinischen Wort "tonus" abgeleitet. Das heißt so viel wie "Spannung" und meint damit den Druck auf die Gefäßwände.
In bestimmten Situationen steigt oder fällt der Blutdruck – das ist völlig normal. Von Bluthochdruck spricht man erst, wenn die Werte längere Zeit über 140/90 mmHg liegen (siehe Blutdruckwerte). Gesichert ist die Diagnose, wenn an drei aufeinander folgenden Tagen zu verschiedenen Uhrzeiten erhöhte Blutdruckwerte gemessen werden. Um die Diagnose zu bestätigen und die Ursachen zu erkennen, empfehlen Ärzte eine Blutdruckmessung über 24 Stunden.
In der Regel verursacht Bluthochdruck kein unmittelbares Krankheitsgefühl. Vielmehr handelt es sich um "Alltagsbeschwerden", die selten mit dem Bluthochdruck in Zusammenhang gebracht werden. Dennoch sind Schwindel, Benommenheit, Sehstörungen sowie Druckgefühl im Kopf oder Nasenbluten auf hohen Druck zurückzuführen. Doch die Gefahr ist schleichend: Die scheinbar harmlosen Symptome können Warnsignale für lebensgefährliche Folgeerkrankungen sein.
Risikofaktor Bluthochdruck
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Was sagen die Blutdruckwerte aus ?
Der Blutdruck besteht aus zwei Werten. Der erste, systolische Wert ist
in der Regel höher als der zweite, diastolische Wert. Während der
systolische Blutduck etwas über den Druck in den Gefäßen beim
Zusammenziehen des Herzens aussagt, zeigt uns der diastolische
Blutdruck, wie hoch der Druck ist, wenn sich das Herz entspannt.
Als ideal gelten Blutdruckwerte von 120/80 mmHg (gesprochen
hundertzwanzig zu achtzig).
Normale Werte für Erwachsene sind:
Erster Wert: 110 bis 140 mmHg
Zweiter Wert: 75 bis 90 mmHg
Zu hoch ist der Blutdruck ab 140/90 mmHg.
| Blutdruck | Systolisch mmHg | Diastolisch mmHg |
|---|---|---|
| Optimal | < 120 | < 80 |
| Normal | 120 - 129 | 80 - 84 |
| Noch normal | 130 - 140 | 85 - 90 |
| Krankhaft | > 140 | > 90 |
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite der
schweizerischen Hypertoniegesellschaft.
www.swisshypertension.ch
Blutdrucksenker – die Wirkstoffgruppen
Hier
finden Sie die einzelnen Wirkstoffgruppen zur Behandlung von Bluthochdruck
stark vereinfacht beschrieben. Alle Wirkstoffgruppen werden von nationalen
und internationalen Fachgesellschaften als Blutdrucksenker der ersten Wahl
empfohlen. Welches Medikament Ihr Arzt für Sie auswählt, ist
abhängig von Ihrem Alter, der Höhe Ihres Blutdrucks und davon, ob eventuell
noch andere Erkrankungen vorliegen.
Diuretika
Die Diuretika gehören zu den ältesten Blutdrucksenkern. Diuretika regen
die Nieren an, mehr Salz und Wasser auszuscheiden. Dadurch verringert sich
die Flüssigkeitsmenge im Blutkreislauf und der Blutdruck sinkt. Früher
setzte man diese Medikamente in höherer Dosierung ein, was zu Nebenwirkungen
wie z.B. starkem Harndrang führte.
Betablocker
Sie blockieren bestimmte Rezeptoren am Herzen und an den Gefäßwänden,
sog. Beta-Rezeptoren. Blutdruck erhöhende Hormone wie
Adrenalin und
Noradrenalin können so nicht mehr in vollem Umfang wirken. Schlagstärke
und Schlagfrequenz des Herzens nehmen ab. Dadurch wird das Blut mit weniger
Druck in den Kreislauf gepumpt, was zu einer Senkung des Blutdrucks führt.
Mögliche Nebenwirkungen sind Kältegefühl in Händen und Füßen, Potenzprobleme
bei Männern oder Schwindel und Schlafstörungen.
Kalzium-Antagonisten
Kalzium-Antagonisten vermindern die Kalziumaufnahme in die
Gefäßmuskulatur.
Ohne Kalzium können sich die Muskeln nicht mehr zusammenziehen. Die Gefäße
bleiben weit – der Blutdruck sinkt. Mögliche Nebenwirkungen sind z.B.
Kopfschmerzen, Knöchelödeme v.a. zu Beginn der Behandlung.
ACE-Hemmer
Die ACE (Angiotensin-Converting-Enzyme)-Hemmer bewirken eine selektive
Blockierung des Enzyms, das Angiotensin I in das Gefäss-verengende Angiotensin II umwandelt.
Ergebnis der Blockierung und der gedrosselten Bildung von Angiotensin II:
Die Gefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt.
Angiotensin-II-Antagonisten (AT1-Blocker) oder
Sartane
Diese Substanzen zählen zu den modernen und gut verträglichen Blutdrucksenkern. Im Vergleich zu den ACE-Hemmern wirken sie nicht durch die
Hemmung eines Enzyms, sondern indem sie die Hormon-Rezeptoren auf der
Oberfläche von Blutgefäßen blockieren. Durch die Blockade kann das
Angiotensin II seinen Blutdruck steigernden Effekt nicht mehr richtig
entfalten.

